Clopidogrel wirkt oder wirkt nicht?

Clopidogrel ist ein häufig verordneter Wirkstoff, der besonders nach einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder dem Einsetzen eines Stents zur Therapie eingesetzt wird. Bekannt sind etwa die Medikamente Plavix® oder Iscover®.

Die Wirkung basiert darauf, dass die Gefahr einer unerwünschten Blutgerinnung vorgebeugt wird - so werden Blutgerinnsel und damit auch lebensgefährliche Thrombosen verhindert. Eine Thrombose kann einen Arterienverschluss verursachen und damit einen (wiederholten) Anfall hervorrufen. Clopidogrel ist ein sogenannter Plättchenhemmer, ein Wirkstoff, der dafür sorgt, dass Blutplättchen nicht verkleben können. Bei der Therapie nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, aber auch einer Stent-OP, gehört er damit zu den ersten Mitteln der Wahl.

Clopidogrel wirkt nicht immer

25-30% der Mitteleuropäer sind allerdings sogenannte „langsame Metabolisierer“  - das bedeutet, dass sie Clopidogrel vergleichsweise schlecht verarbeiten. Man spricht auch von "Non-Respondern", von Patienten, die auf das Medikament nicht oder nicht wie erwartet reagieren. Damit sind verschiedene Risiken verbunden. Wenn das Präparat nicht ausreichend wirken kann, steigt beispielsweise das Risiko eines (weiteren) Herzinfarkts.

Erhöhte Aufmerksamkeit ist besonders dann geboten, wenn zugleich andere Medikamente eingenommen werden müssen, die einen Einfluss auf die Verstoffwechselung von Clopidogrel haben können, etwa Antidepressiva. Eine verlangsamte Aufnahme des Wirkstoffs gehört hier zu den häufigen Wechsel- bzw. Nebenwirkungen.

Patienten fragen sich dann zu Recht: Wirkt Clopidogrel bei mir überhaupt? Oder bin ich ein Non-Responder? Ist letzteres der Fall, sollte man Clopidogrel absetzen und durch ein anderes Medikament ersetzen, für das die gleiche Indikation gilt. Die Vorbeugung von Thrombosen gehört zu den wichtigsten Maßnahmen bei der Behandlung nach einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt und sollte sehr ernst genommen werden.

Ein Gentest mit dieser PGS.box bringt Klarheit, ob der Wirkstoff bei Ihnen ausreichend gut verarbeitet wird. Falls nicht, kann Ihr Arzt mit diesem Wissen eine Alternative für Sie wählen.

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