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CYP2C9

Medikamente und genetische Varianten

Genetische Varianten haben einen Einfluss darauf, wie Medikamente bei uns wirken. Sie können die Ursache für zu geringe, zu starke oder unerwünschte Arzneimittelwirkungen sein. Deshalb ist es sinnvoll, vor der Einnahme von Medikamenten die persönliche genetische Veranlagung zu kennen. Das trägt dazu bei, unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln zu vermeiden und eine Therapie sicher und wirksamer zu machen.

Mit PGS können Sie Ihre eigenen genetischen Varianten entdecken, verstehen und nutzen.

CYP2C9

Das CYP2C9-Gen kodiert für das gleichnamige Protein aus der Familie der Cytochrom-P450 (CYP) Enzyme. Die CYP-Enzyme sind essentiell für die Verstoffwechslung von Fremdstoffen und Arzneimitteln sowie körpereigener Substanzen in der Leber.

Varianten im CYP2C9-Gen können die Aktivität des CYP2C9-Enzyms beeinflussen. Effekte einer veränderten Enzymaktivität können reduzierte, verstärkte oder unerwünschte Wirkungen von Medikamenten sein. CYP2C9 ist am Metabolismus von etwa 15-20% aller klinisch relevanten Arzneistoffe beteiligt. Das Wissen um Varianten im CYP2C9-Gen ermöglicht eine Anpassung der Dosis dieser Arzneimittel (s. Tabelle 1 und 2) und kann somit zu einer verbesserten Behandlung beitragen.

Tabelle 1: Arzneimittelwirkstoffe, die durch das Enzym CYP2C9 verstoffwechselt werden (Auszug).
Wirkstoffe Arzneimittelklasse Behandlung von
Zafirlukast Antiasthmatika Asthma bronchiale
Phenytoin Antiepileptika Epilepsie
Tetrahydrocannabinol Cannabinoide bei Therapie schwerer Erkrankungen (Krebs, AIDS) verwendet
Fluvastatin HMG-CoA-Reduktasehemmer (Statine) Fettstoffwechselstörungen
Celecoxib, Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin, Meloxicam, Piroxicam Nichtsteroidale Antirheumatika/ Nichtsteroidale Entzündungshemmer Rheumatischen Erkrankungen
Glipizid, Glibenclamid (Glyburid), Glimepirid, Tolbutamid Orale Antidiabetika Diabetes mellitus
Torasemid Schleifendiuretika Bluthochdruck, Ödeme, Herzinsuffizienz
Lesinurad Urikosurika Hyperurikämie, Gicht
Acenocoumarol, Phenprocoumon (bei Phenoprocoumon nur geringer CYP2C9-Genotyp-Effekt), S-Warfarin Vitamin-K-Antagonisten (Antikoagulanzien) Thrombosen/ Thromboseprophylaxe
Tabelle 2: Prodrugs, die von CYP2C9 in eine aktive Form umgewandelt werden (Auszug).
Wirkstoffe Arzneimittelklasse Behandlung von/Angewendet zur
Losartan AT1-Rezeptorantagonist Bluthochdruck, Herzschwäche, diabetische Nephropathie
Mestranol Östrogen (hormonale Kontrazeptiva) Empfängnisverhütung
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